Die Gestalttherapie geht davon aus, dass Körper, Seele und Geist eine Einheit sind, d.h., wenn der Körper beeinträchtigt ist, wirkt sich das auf die Seele (Gefühle) und den Geist (Denken und Handeln) aus oder eine seelische Beeinträchtigung wirkt sich auf Körper und Geist aus.
Gestalttherapeuten arbeiten häufig auf der körperlichen Ebene (z.B. Körperübungen, Wahrnehmungsübungen, Bewegung), weil der Zugang zur Seele über den Körper einfacher ist, als über Gespräche.
Außerdem werden kreative Medien eingesetzt (Malen, Kneten, andere Materialien), weil der Zugang zu den Gefühlen über diese handelnde (geistige) Aktivität leichter ist.
Ausgangspunkt der Gestalttherapie ist das Hier und Jetzt, die Arbeit erfolgt erst einmal mit dem, was gegenwärtig präsent ist (z.B. aktuelles Anliegen, Körperhaltung, Träume usw.). Durch die Arbeit im Hier und Jetzt können alte Gefühle oder Erfahrungen erinnert werden und dazu in der Therapiesituation neue Erfahrungen gemacht werden, die die Gegenwart positiv beeinflussen.
Bewußte Wahrnehmung der eigenen Person und der Umwelt
Vertrauen zu Selbst- und Fremdwahrnehmung finden
mehr Sicherheit in sich für das Denken und Handeln gewinnen
Die Gestalttherapie weiß, dass in jedem Menschen Selbstheilungskräfte vorhanden sind. Ein Anliegen der Therapie ist, die Klienten mit ihren Selbstheilungskräften in Verbindung zu bringen.
Gestalttherapie versteht sich als Entdeckungsreisenbegleitung, es wird ein Fundament aufgebaut, das befähigt, besser mit der Lebenssituation zurecht zu kommen.
Es besteht kein "Produktzwang", am Ende der Stunde muss nichts 'rauskommen’, es geht darum, neue Erfahrungen zu machen. Wichtig ist die Integration dieser neuen Erfahrungen, die von selbst im Laufe des Therapieprozesses passiert.